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Fairer Handel: Siegel / Standards

Was leisten Siegel?

Welchen Fairtrade-Siegeln kann ich vertrauen?


Für die Verbraucherinnen und Verbraucher sollen Siegel Orientierung und Handlungsanleitung beim Einkauf bringen. Fair Handels-Siegel zeigen, dass die Grundsätze des Fairen Handels eingehalten werden und mit dem Kauf ein Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Produzentinnen und Produzenten sowie Beschäftigten in Betrieben geleistet wird. Da immer mehr Menschen solche Produkte kaufen wollen, gibt es fair gehandelte Produkte heute nicht nur in den Weltläden, sondern auch in Supermärkten und bei Discountern. Siegel sollen den Verbrauchern helfen, das "faire" Produkt zu identifizieren. Aber welche Siegel sind vertrauenswürdig? Denn anders als bei Bio-Siegeln sind sie Fair Handels-Siegel nicht staatlich reguliert. Jeder kann seine Ware als "fair" deklarieren und mit einem  selbst entworfenen Siegel bewerben.


Die wichtigsten Siegel und Zeichen im Überblick



Das blau-grüne Fairtrade Siegel ist mittlerweile das bekannteste Gütezeichen des Fairen Handels von Fairtrade International, dem Dachverband aller nationalen Fairtrade-Organisationen. Es findet sich auf Lebensmitteln, Blumen, Baumwollhemden, Kosmetik und vielen anderen Produkten. . Die entsprechend gesiegelten Produkte gibt es heute in Bioläden, Supermärken, Discountern und Restaurants. Die Kriterien werden extern von FLO-Cert überprüft. - Das Fairtrade Siegel ist produktbezogen und muss jeweils einzeln beantragt werden.



Fair Handels Importorganisationen mit Tradition, die vom Weltladen-Dachverband anerkannt sind, nutzen im Regelfall keine Siegel. Sie stehen mit ihrem Namen und ihrer Marke für den Fairen Handel und arbeiten bei all ihren Produkten nach den Grundsätzen des Fairen Handels. Sie gehen in der Kooperation mit Produzentengruppen oft weit über die festgelegten Kriterien für Fairtrade-Standards hinaus. Diese Organisationen unterziehen sich üblicherweise als Gesamtunternehmen einem Monitoring und importieren nur fair gehandelte Produkte
       


Die GEPA ist die älteste Fairhandelsorganisaton inEuropa. Sie arbeitet
direkt mit Genossenschaften und Vermarktern in Asien, Lateinamerika
und Afrika. Die Einhaltung der Gepa-Kriterien wird von FLO-Cert,
Naturland Fair und IMO kontrolliert.        
           
dwp ist eine Fairhandelsgenossenschaft und importiert bio-faire Lebensmittel und Kunsthandwerk von Kleinbauern und Kleinproduzenten. Die Einhaltung der Kriterien wird durch nationale und internationale Fairhandelsverbände und die WFTO überprüft.


El Puente bezieht als Fairhandelsorganisation seine Waren direkt von Kleinbetrieben und Genossenschaften. Kontrollen finden über ein inernes Monitoring-System und über die WFTO-Zertifizierung statt.

Der Öko-Anbauverband Naturland zertifiziert Produkte, die bio und fair produziert wurden. Es steht auch für faire Erzeugerpreise von Partnern im Norden.  Produkte von Gepa, dwp und anderen Fairhandelsorganisationen tragen oft zusätzlich das Naturland-Fair Siegel (z.B. Schokolade)
                
Contigo ist Importeur und verkauft in 17 eigenen Läden. Geschenkartikel und Kaffee werden von langjährigen Produktionspartnern importiert. Es gibt keine externe Zertifizierung. Contigo durchläuft das Audit des Weltladen-Dachverbandes.


Ein firmeneigenes Siegel, dem man vertrauen kann.
  

Die Naturkostfirma Rapunzel bietet nicht nur Bio-Kost an. Rund 90% ihrer Lebensmittel tragen auch das firmeneigene Hand-in-Hand-Logo. Die Einhaltung fairer Kriterien wird von externen Zertifizierern überprüft. Die Produkte sind überwiegend in Bio- und Naturkostläden zu kaufen.

Es gibt weitere produktspezifische Siegel, die aus dem Bemühen entstanden sind, auch non-food Produkte kenntlich zu machen, wenn sie unter fairen Bedingungen produziert wurden. Dies gilt insbesonders für Produkte, die oft unter ausbeuterischen, zum Teil sklavenartigen, Arbeitsbedingungen herstellt werden.

 Der Verein mit Sitz in Freiburg will Kinderarbeit in den Steinbrüchen Indiens ausmerzen und sozial-und umweltverträgliche Arbeitsbedingungen in asiatischen Steinbrüchen und Natursteinbetrieben schaffen. Gegründet wurde Xertifix 2005 Die Betriebe werden zweimal im Jahr unangemeldet kontrolliert. Alle Lizenznehmer und Händler, die fair gesiegelte XertifiX-Ware auf den Markt bringen, finden sich unter www.xertifix.de/handel.

 
Good-Weave ist eine globale, nicht-kommerzielle Initiative mit dem Ziel, ausbeuterische Kinderarbeit in der Teppichindustrie in Südasien abzuschaffen. Auch die Arbeitsbedingungen für erwachsene Teppichknüpfer sollen verbessert und soziale und Umweltstandards eingehalten werden. Good-Weave wird nach der ISO 65 der ISEAL Alliance zertifiziert. Entsprechend zertifizierte Teppiche gibt es heute bei Versandhäusern wie Otto, Heine, Klingel, bei Designern wie auch im Einzelhandel und bei RugStar.

 Die Fair Wear Foundation ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation mit Sitz in Amsterdam. Der Arbeitsverhaltenskodex der FWF gilt als einer der strengsten in der Textilbranche; er ist identisch mit dem der Clean Clothes Campaign. Die Foundation unterstützt ihre Mitglieder bei der schrittweisen Umsetzung dieses fairen Kodex. Das erste und lange Zeit einzige Mitglied aus Deutschland war Hess Natur. Inzwischen sind auch etliche Outdoor-Marken dabei. Eine Liste der Textilunternehmen findet sich auf der Homepage.
 
In den Medien und von vielen VerbraucherInnen werden Öko-Siegel oftmals auch als Fair Handels-Siegel wahrgenommen. Die sozialen Standards dieser Siegel - wenn es überhaupt welche gibt -, sind aber deutlich unterhalb der Kriterien für den Fairen Handel.

Es ist also nicht zutreffend, dass BIO gleich FAIR ist. - Aber auch FAIR ist nicht gleich BIO. Allerdings trugen 2015 mehr als 70%  der in Deutschland verkauften Fairtrade-zertifizierten Produkte auch ein Bio-Siegel. Der weitere Ausbau von Bio-Produkten innerhalb von Fairtrade ist erklärtes Ziel und wird weiter vorangetrieben.

Wenn Sie sich ausführlich informieren wollen, können Sie hier detaillierte Informationen runterladen vom Kinderhilfswerk Terre des Hommes und von der Zeitschrift Warentest.