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Kirchengemeinden

Erstmalig: Der Faire Handel im Konfi-Unterricht


Entdeckungsreise in die Welt des Fairen Handels.

Sielminger Konfirmand*innen untersuchen, was christliche Werte mit Schokolade, Fußbällen und T-Shirts zu tun haben. Wie gut geht es uns eigentlich? Das war die Einstiegsfrage, mit der Margit Grünewald und Ulrike Pfab vom Weltladenteam mit 22 Konfirmand*innen aus Sielmingen ins Gespräch kamen. Das Ergebnis: Ziemlich gut. Das gilt aber nicht für alle Kinder. Und zwar nicht, weil sie faul oder dumm wären, sondern weil ihre Eltern arm sind und weil sie in einem Land geboren sind, wo es vieles, was für uns selbstverständlich ist, nicht gibt.

Das wurde am Beispiel von drei Kindern aus den Philippinen, Mali und Indien deutlich. Gleiches Alter, aber keine Spur von behütetem Elternhaus und sorgloser Kindheit. Diese Kinder müssen arbeiten, damit die Familie jeden Fall genug zu essen hat. Es wird geschätzt, dass 150 Millionen Kinder ihr Schicksal teilen. „Das liegt auch daran, dass viele Produkte, die wir kaufen, so billig sind“, so die Wortmeldung eines Konfirmanden. Die Konfirmanden machten sich also auf die Spurensuche, was das Problem bei der Herstellung von Klamotten, Fußbällen und Schokolade ist. „Die Kinder, die Fußbälle nähen, bekommen gerade mal 70 Cent pro Fußball – dafür aber Blasen an Händen und Kopf- und Rückenschmerzen“, stellte eine der drei Arbeitsgruppen fest.

von links: Ulrike Pfab, Pfarrer Tobias Geiger, Margit Grünewald
Was sagt die Bibel dazu? Schnell fanden die Konfirmand*innen mit Pfarrer Tobias Geiger heraus, dass die 10 Gebote klare Regeln vorgeben. Ob das Gebot der Nächstenliebe oder das Verbot „du darfst nicht stehlen“ – beide verbieten unsere Art des ausbeuterischen Wirtschaftens.

Hier bieten die Produkte des Fairen Handels eine Alternative. Dass diese auch noch äußerst lecker schmeckt, erfuhren die Kinder, als sie zum Schluss der Doppelstunde die Schatzkiste öffneten und dort Maniokchips, Mangoäffchen und faire Schokolade vorfanden. Fazit: schmeckt super!  Als Erinnerung an die Doppelstunde überreichten Margit Grünewald und Ulrike Pfab der Kirchengemeinde den goldenen Gepa-Fussball. Ab jetzt gilt dort auf jeden Fall immer FAIRplay!